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Das Dorf3 Min. LesezeitGanzjährig

Das antike Syia: was von der Stadt geblieben ist

Auf der anderen Flussseite, gegenüber dem Dorf, liegen die Ruinen der römischen Stadt, von der Sougia seinen Namen hat.

Die Steinmauer des römischen Aquädukts von Syia an der Straße von Sougia nach Moni

Wer nach Sougia kommt, kennt den Strand, die Tavernen und die Kirche mit dem Mosaikboden. Dass die antike Stadt größtenteils auf der anderen Flussseite lag, wissen nur wenige. Erhalten sind heute nur Ruinen. Sie zeigen aber, wie groß Syia einmal war.

Östlich des Flusses

Die antike Stadt lag vor allem am Ostufer des Sougianos. Dort fand man Kuppelzisternen, Wohnhäuser und große Gebäude. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem ersten Jahrhundert v. Chr. und dem sechsten Jahrhundert n. Chr.

Die Tholoi, die römischen Thermen

Die größte Ruine ist ein römisches Badegebäude, die sogenannten Tholoi, „die Kuppeln“. Es nimmt rund 3.000 Quadratmeter ein, die Mauern stehen noch 3,5 bis 4 Meter hoch. Sechs Räume waren mit Kuppeln überdacht.

Das Wasser kam über den Aquädukt. Es füllte die Zisternen, von dort floss es in die Häuser und in diese Thermen.

Wie das Wasser nach Syia kam: Das Wasser von Syia

Die Gräber am Hang

Der Friedhof der Stadt lag am Westrand der östlichen Hügel. Die Gräber sind gewölbt, gemauert aus Flusskieseln und Mörtel. Jedes hat nur eine Kammer, der Eingang liegt im Westen. Es ist derselbe Grabtyp wie in Lissos, dem anderen Hafen von Elyros.

Westlich des Flusses: das Dorf

Das heutige Dorf liegt am Westufer. Von der alten Stadt sind hier nur Bruchstücke geblieben: antike Steine, die in späteren Bauten wiederverwendet wurden, und Marmorinschriften, eingemauert in Hauswände.

Auf dem Hügel westlich des Dorfes, bei der Quelle und der kleinen Kirche Agia Irini aus dem frühen 14. Jahrhundert, lag vielleicht ein weiterer Teil von Syia – Wohnhäuser oder ein Heiligtum. Sicher weiß man es nicht.

Bis zur Kapelle sind es rund 1,4 km, auf dem markierten Weg etwa vierzig Minuten zu Fuß.

Was leicht zu sehen ist

Die Thermen, Zisternen und Gräber östlich des Flusses sind Ruinen. Am leichtesten zu finden sind die Spuren von Syia im Ort selbst und in der Umgebung.

Der Mosaikboden der Kirche Agios Panteleimon in Sougia, dahinter die Ikonostase
der Mosaikboden und die IkonostaseAgios Panteleimon, Sougia

Der Mosaikboden einer der Basiliken von Syia ist heute der Fußboden der Kirche Agios Panteleimon mitten im Dorf. An der Straße nach Moni, etwa zehn Gehminuten nach den letzten Häusern, steht noch ein Stück der Aquäduktmauer. Und im Dorfzentrum, beim Café Roxanne, erzählt eine Infotafel die Geschichte des antiken Syia.

Häufige Fragen

Wo lag das antike Syia?

Größtenteils am Ostufer des Flusses bei Sougia. Der Friedhof lag auf den östlichen Hügeln. Das heutige Dorf steht am Westufer.

Was ist vom antiken Syia heute zu sehen?

Leicht zu sehen sind der Mosaikboden in der Kirche Agios Panteleimon und ein Teil der Aquäduktmauer an der Straße nach Moni. Die römischen Thermen, die Zisternen und die Gräber östlich des Flusses sind als Ruinen erhalten.

Warum heißt der Ort Sougia?

Der Name geht auf das antike Syia zurück, abgeleitet von σῦς, dem griechischen Wort für Schwein. Der Ort war für seine Schweine bekannt. Im Lauf der Jahrhunderte wurde aus Syia Sougia.

Quellen

  • Wegweiser und Kartentafel von Chania Trails, Strand von Sougia, beim Café Lotos
  • Infotafel „Ancient Syia“ im Dorfzentrum von Sougia, beim Café Roxanne
  • Syia, Wikipedia

Stand: Oktober 2026. Fahrpläne, Preise und Saisonzeiten können sich ändern. Bitte informieren Sie sich vor der Reise.